Die Wahl des Trainingssplits gehört zu den ersten Entscheidungen, wenn du das Training ernst nimmst. Und es ist eines der meistdiskutierten Themen im Fitnessbereich. Die Wahrheit: Mehrere Splits funktionieren. Entscheidend ist, dass du einen wählst, der zu deinem Zeitplan, deiner Erfahrung und deiner Regeneration passt, und dass du ihn lange genug durchziehst, um Ergebnisse zu sehen.
Hier ein praktischer Überblick über die gängigsten Splits und für wen sie am besten geeignet sind.
Ganzkörper (3 Tage pro Woche)
Aufbau: Du trainierst in jeder Einheit alle großen Muskelgruppen.
Beispiel:
- Montag: Ganzkörper
- Mittwoch: Ganzkörper
- Freitag: Ganzkörper
Ideal für: Einsteiger und alle, die nur an 3 Tagen pro Woche trainieren können. Ganzkörpertraining beansprucht jede Muskelgruppe dreimal pro Woche mit moderatem Volumen. Das passt perfekt, wenn du die Bewegungsmuster noch lernst und eine Kraftbasis aufbaust.
Nachteil: Das Volumen pro Muskel und Einheit ist begrenzt, weil du alles abdeckst. Wenn du fortschrittlicher wirst, brauchst du wahrscheinlich mehr Volumen pro Muskelgruppe, als eine einzelne Ganzkörpereinheit hergibt.
Ober-/Unterkörper (4 Tage pro Woche)
Aufbau: Du wechselst zwischen Oberkörper- und Unterkörpertagen.
Beispiel:
- Montag: Oberkörper
- Dienstag: Unterkörper
- Donnerstag: Oberkörper
- Freitag: Unterkörper
Ideal für: Fortgeschrittene, die mehr Volumen pro Muskelgruppe wollen, als ein Ganzkörpersplit zulässt, ohne gleich 5–6 Tage im Gym zu verbringen. Ober-/Unterkörper trainiert jede Muskelgruppe zweimal pro Woche und lässt genug Platz für Grund- und Isolationsübungen.
Nachteil: Die Einheiten können lang werden, wenn du zu viele Übungen einbaust. Bleib fokussiert: 4 bis 6 Übungen pro Einheit reichen meistens.
Push Pull Legs (6 Tage pro Woche)
Aufbau: Du gruppierst die Muskeln nach Funktion: drückende Muskeln, ziehende Muskeln und Beine. Den Zyklus durchläufst du zweimal pro Woche.
Beispiel:
- Montag: Push (Brust, Schultern, Trizeps)
- Dienstag: Pull (Rücken, Bizeps)
- Mittwoch: Beintag
- Donnerstag: Push
- Freitag: Pull
- Samstag: Beintag
- Sonntag: Ruhetag
Ideal für: Fortgeschrittene bis Profis, die Zeit und Regeneration für 6 Einheiten pro Woche haben. PPL ermöglicht hohes Volumen pro Muskelgruppe und trainiert trotzdem alles zweimal pro Woche.
Nachteil: Der Zeitaufwand ist groß. Wenn du oft Einheiten verpasst, gerät das Gleichgewicht aus der Balance. Dann trainierst du vielleicht zweimal Push, aber nur einmal Beine, und das führt mit der Zeit zu Ungleichgewichten.
Eine PPL-Rotation mit 3 Tagen (je einmal Push, Pull und Beintag) funktioniert auch, wenn dir 6 Tage zu viel sind.
Bro Split (5–6 Tage pro Woche)
Aufbau: Jeder Tag gehört einer einzigen Muskelgruppe.
Beispiel:
- Montag: Brust
- Dienstag: Rücken
- Mittwoch: Schultern
- Donnerstag: Arme
- Freitag: Beine
- Samstag: Ruhetag
Ideal für: Fortgeschrittene, die für bestimmte Muskelgruppen sehr hohes Volumen brauchen und bei allen Bewegungsmustern schon stark sind.
Nachteil: Jeder Muskel wird nur einmal pro Woche trainiert. Studien deuten generell darauf hin, dass es für das Wachstum effektiver ist, einen Muskel mindestens zweimal pro Woche zu trainieren. Deshalb ist der Bro Split für die meisten nicht optimal.
So wählst du
Stell dir drei Fragen:
-
An wie vielen Tagen pro Woche kannst du realistisch trainieren? Wähl keinen 6-Tage-Split, wenn du nur 4-mal ins Gym schaffst. Regelmäßigkeit schlägt Optimierung.
-
Wie lange trainierst du schon? Neu im Krafttraining? Dann machst du mit Ganzkörper- oder Ober-/Unterkörper-Splits die schnellsten Fortschritte. PPL und fortgeschrittenere Splits lohnen sich, wenn du eine Basis aufgebaut hast und mehr Volumen brauchst, um weiter zu wachsen.
-
Kannst du dich davon erholen? Mehr Training ist nicht immer besser. Wenn du ständig Muskelkater hast, erschöpft bist oder dich vor den Einheiten fürchtest, ist dein Split für deine aktuelle Regeneration zu hart.
Die wichtigste Variable
Der beste Split ist der, den du konsequent durchziehst, sauber trackst und bei dem du dich über die Zeit progressiv steigerst. Ein einfacher Ganzkörperplan, den du konsequent befolgst und trackst, schlägt immer einen perfekt konzipierten PPL-Split, den du jedes zweite Mal ausfallen lässt.
Wähl einen Split, der zu deinem Zeitplan passt, tracke deine Workouts und konzentriere dich darauf, jede Woche ein bisschen mehr zu schaffen. Die Ergebnisse kommen von allein.
Weiterlesen:
- Push Pull Legs: Der beste Trainingssplit für die meisten
- Was ist Progressive Overload und warum ist es wichtig?
- So startest du im Gym: Der Guide ohne Schnickschnack
Hercules bringt eine integrierte Planbibliothek mit PPL-, Ober-/Unterkörper- und Ganzkörperplänen mit, dazu einen Zeitplan-Builder, damit du immer weißt, was als Nächstes ansteht.
Kostenlos auf Android. Logge jeden Satz, tracke die progressive Überlastung und nutze KI-Coaching auf Basis deines eigenen Trainingsverlaufs.
Jetzt bei Google Play